150 Jahre Humanistischer Unterricht in Bayern

Einladung zu einem Online-Kolloquium am 12. Juni 2021 mit u. a. dem Kulturwissenschaftler Dr. habil. Horst Groschopp, dem Philosophen Dr. Stefan Lobenhofer, der langjährigen früheren DFW-Präsidentin Renate Bauer und dem HV-Vorstand Michael Bauer.

Mittlerweile fühlt sich über ein Drittel der Menschen in Bayern keiner Religionsgemeinschaft mehr verbunden. Gerade für jüngere Eltern mit schulpflichtigen Kindern spielt Religion nur noch eine sehr geringe oder gar keine Rolle. Ein dem Religionsunterricht gleichgestelltes Schulfach humanistischer Prägung gibt es an den staatlichen Schulen allerdings bis heute nicht – bzw. nicht mehr. Denn am 12. Juni 1871, vor 150 Jahren, nahm erstmals ein humanistischer Unterricht – damals noch als freireligiös bezeichnet – mit öffentlichen Weihen den Lehrbetrieb an einer Nürnberger Schule auf.

Diese Anerkennung war jedoch nicht von Dauer. Verbote und Duldung wechselten sich in der Folge ab. Zwar schreibt der Gesetzgeber seit der Weimarer Republik eine grundsätzliche Gleichstellung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften vor, die Umsetzung derselben lässt allerdings zu wünschen übrig. Seit Jahren streiten deshalb Humanist*innen in Bayern für die Einführung eines humanistischen Werteunterrichts.

Anlässlich des 150. Jahrestags der erstmaligen öffentlichen Einrichtung eines humanistischen Unterrichtsfachs in Bayern lädt die Humanistische Vereinigung zu einem Online-Kolloquium mit renommierten Referent*innen ein. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne vorherige Registrierung möglich.

Weitere Details zum Programm des Kolloquium und den Referent*innen finden Sie hier.

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